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     Simone's Kleintierpraxis

    Unsere Engländer

     Unser Traum-Land

 

Die Vorbereitung

Nachdem seit 1. Oktober 2012 fest stand, dass wir mit unserem MG von Wildeshausen nach Schottland reisen, rückte der Abreisetermin immer näher. Die Vorfreude wurde größer, die Aufregung auch. Die letzten Instandsetzungen am Auto waren getan. Eine Woche vor der Abreise nahmen Simone und ich ein paar unserer Reisetaschen, stopften diese mit Kissen voll und testeten am Auto, welche Taschen am besten hinein passen. Perfekt! Zwei große Taschen und noch genug Platz für Kleinteile (Ersatzteile, Werkzeug, Öl, Wasser, Abschleppseil etc.). Da wir das Ersatzrad nicht mitnehmen konnten – dann wäre der Kofferraum zu 70 % gefüllt gewesen – wollte ich das Tirefit-Set von meinem „normalen“ Auto mitnehmen. Problem war nur, dass dieses über den Zigarrettenanzünder benutzt wird – Der Midget hat keinen! Also hoffen dass nichts passiert….KofferraumKofferraum

Übrigens – Unser MG Midget ist weiblich uns heißt Margret

 

 

Tag 1 - Die Abreise – 22.513 mls

Wir waren sehr aufgeregt, konnten beide die Nacht kaum schlafen. Den Wagen gepackt hatten wir bereits, es war alles dabei. Nur noch ein paar Jacken usw. hinein und dann ging es Montag morgens um kurz vor sieben Uhr los. Wir fuhren ca. 30 km über die Autobahn A1 Richtung Süden, dann bei Cloppenburg auf die B213 Richtung Meppen/Haselünne. Wir kamen gut voran, machten einige Pausen und waren bereits um kurz vor 12 Uhr am Fähranleger (22.744 mls). Dort mussten wir nun also einige Zeit warten, bis wir auf die Fähre konnten.

Auf der Fähre herrschte reges Treiben, so viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen. Für die Hinfahrt hatten wir Comfortsessel gebucht, doch die waren bereits alle belegt. Man bot uns an, diese kostenfrei gegen eine Kabine zu tauschen und das war eine sehr gute Entscheidung. So konnte man in Ruhe ein wenig entspannen, abschalten und sich auf England freuen.

FähreFähre

Die Fähre erreichte bereits eine halbe Stunde früher den Hafen von Harwich, doch wir hatten uns zu früh gefreut. Das Gate ging nicht auf, alle Versuche scheiterten, so dass entschieden wurde, dass alle Fahrzeuge eine Ebene höher mussten und dort ausfahren sollten. Da wir in erster Reihe standen dauerte es fast zwei Stunden, bis alle LKWs, Wohnmobile, Wohnwagen und PKWs gedreht hatten. Es wurde eng, denn unser Hotel hatte nur bis 23 Uhr offen und wir würden noch fast eine Stunde dorthin fahren.

Endlich runter von der Fähre fuhren wir die ersten Meilen in England, es war leider bereits dunkel. Wir erreichten noch rechtzeitig unser Hotel – das White Hart Hotel in Coggeshall, nähe Colchester. Ein uriges, tolles Hotel mit schiefen Böden, vielen Ecken und Winkeln. Geschafft!

 

 

 

Tag 2 - Besuch im Kimber House in Abingdon – 22.776 mls

Da unsere Margret, wie wir unseren MG mittlerweile getauft hatten, in diesem August ihren 40. Geburtstag hatte wollten wir das ehemalige Stammhaus von MG besuchen. Wir wurden von George bereits freudig erwartet, wir hatten den Termin vorher abgesprochen. An das alte Haupttor erinnert nur noch eine Gedenktafel, doch das Wohngebäude rechts gehörte früher zum MG-Werk. George führte uns im MGCC-Haus herum, zeigte uns Fotos, Landkarten aller MG Clubs und Ausgaben der allerersten MG-Clubmagazine, dass es bereits seit den 1950iger Jahren gibt.

Wir hätten rund um Abingdon noch viel besichtigen können, doch es war bereits Mittag und wir wollten weiter. Simone und ich hatten beschlossen, heute noch weiter hoch zu fahren um die restlichen Tage mehr von Schottland sehen zu können. Online wurde ein B&B in Dumfries gebucht, also bereits in Schottland. Margret rollte munter die M6 hoch. Dann vermissten wir erneut einen Zigarrettenanzünder, unser Navi gab den Geist auf. Es dauerte eine ganze Weile bis wir unser B&B in Dumfries (Riverdell House) gefunden hatten. Auch ein alt-englisches Haus im typischen Stil und die Inhaber waren sehr freundlich. Doch der Restauranttipp erwies sich als nicht so gut, denn die Küche hatte um 21.10 Uhr bereits geschlossen. Wir sind dann mit dem Taxi in die City rein und landeten schließlich beim Inder. Das Essen war sehr gut, die indische Popmusik grausam doch durch die Sing- und Tanzeinlagen der Servicekräfte hielten wir auch das gut aus.

 

 MGCC Clubhouse in AbingdonMGCC Clubhouse in Abingdon

  Eingangsschild MG FabrikEingangsschild MG Fabrik

 

 

 

Tag 3 - Endlich in Schottland – 23.202 mlsSchottische LandstraßeSchottische Landstraße

Das Bett war zu hart, Simone hatte Nackenschmerzen und ich war viel zu früh wach. Nach einem sehr guten Frühstück fuhren wir weiter, über Nebenstrecken in Richtung Glasgow (Dumfries – New Galloway – Ayr – Dunlop – Dumbarton – Loch Lomond) bis nach Fort William. Dort zeigte sich die spontane Suche nach einem B&B als sehr schwierig, doch wir fanden bei einer netten, älteren Dame Unterschlupf für 25 GBP pro Person. Vom Ort selbst waren wir enttäuscht. Dort lebt man angeblich vom Tourismus, doch davon war nicht viel zu spüren. 1 – 1 ½ Stunden Wartezeit im Restaurant und aufgrund des Fußballspiels von Schottland gegen England auch keine Möglichkeit, in einem Pub unter zu kommen. Wir aßen also beim Italiener und gingen früh zu Bett.

 

 

Tag 4 - Wo sich der Highlander und James Bond fast begegnet wären – 23.415 mls

Am nächsten Morgen gab es ein leckeres Frühstück und Small-Talk mit der netten Dame. Danach fuhren wir nach Fort Augustus, bestaunten einen tollen Wasserfall und besichtigen das Schloss Eilean Donan Castle (www.eileandonancastle.com) Sehr zu empfehlen! Nicht nur, weil hier Filmstücke vom Highlander und von James Bond gedreht wurden, sondern weil es einfach toll gemacht ist. Vor dem Parkplatz verdiente sich ein Student etwas als Dudelsackspieler hinzu, was dem Besuch die richtige Note gab. Vom Besucherzentrum mit Shop aus ging es in das Schloss, in dem viel geboten wurde. Es gab keine Aufseher, dass Personal zeigte und erklärte ausführlich die Ausstellung. Da wurde auch schon mal das Schwert von der Wand genommen und eine Abwehrszene nachgestellt. Auf dem Rückweg zum Auto trafen wir noch ein paar Oldenburger. Wie sich herausstellte, kamen sie aus Harpstedt. Die beiden hatten die letzten Nacht in einem B&B verbracht, welches von einem ehemaligen Vechteraner betrieben wurde. Welt, was biste klein!Eilean Donan CastleEilean Donan Castle

Nun kam der schwerste Teil des heutigen Tages. Die Fahrt nach Applecross! Uns wurde zuvor viel berichtet und es wurde weder über- noch untertrieben. Fast zwei Stunden sind wir über irre Berg- und Passstrassen gefahren, hatten teilweise 10 – 18 % Steigung und Gefälle und eine Aussicht vom Feinsten. Eine halbe Stunde vor Ankunft mussten wir leider das Dach schließen, es fing an zu regnen und wurde kälter. In Applecross selbst hatten wir dann wieder Sonnenschein.  

 

Schottische BergeSchottische Berge

 

Wir können jedem diese Tour nur empfehlen. Applecross ist ein wahnsinnig kleiner Ort direkt am Meer, das Applecross Inn ist sensationell und deshalb auch immer gut ausgebucht. Dort zu Essen und zu Trinken war ein Genuss und später gab es noch spontan Livemusik. Das Haus ist familär geführt, jedes Familienmitglied packt mit an. Ein herzliches Danke-schön noch an unsere liebevollen Tischgefährten, Mutter und Tochter aus Südengland. Es war ein ganz toller Abend mit einem Pint zu viel.

 

 

 

Tag 5 – MG Event of the Year 2013 in Aviemore – 23.564 mls.EEotY 2013EEotY 2013

Die Rückfahrt von Applecross war ein noch größeres Abenteuer. Die Passtrasse, eine 1-spurige Singletrack-Road führt über mehrere Berge und 11 Meilen weit nur 1-spurig mit Passierbuchten. Doch auch das Wenden oben auf dem Berg funktionierte, ich hatte mein Telefon vergessen. Nachdem wir das erste Abenteuer des Tages überstanden hatten fuhren wir weiter nach Inverness und anschliessend endlich zum Event nach Aviemore. Das Resort ist ein riesiges Gelände mit mehreren Hotels, einem eigenen Kino und eigener Shopping Mall. Nachdem wir das richtige Hotel gefunden hatten und eingecheckt hatten musste ich erst einmal den Parkplatz inspizieren. So viele Autos könnte ich selbst in unserer Straße nicht unterkriegen. Begrüßt wurden wir mit Dudelsack-Musik. Abends gab es dann das erste gemeinsame Dinner und die Eröffnungsveranstaltung. Am Event nahmen insgesamt 367 Fahrzeuge aus 24 Nationen teil. Irre!

 

 

Tag 6 – Nairn Highland Games – 23.682 mls

Am ersten Tag des Events führte uns die Tour zuerst nach Cawdor Castle, das noch bewohnt wird, aber dennoch für Besucher geöffnet hat. Nachdem wir den ersten Regenschauer hinter uns hatten und auch noch den großen Blumengarten besichtigt hatten fuhren wir weiter nach Nairn. Ein kleiner Ort in den Highlands, wo heute Highland Games stattfanden. Zwei Seitenstraßen vor den eigentlichen Games versammelten sich vier Pipebands zum gemeinsamen Aufmarsch. Der gesamte Ort ruhte kurzweilig, die Straßen wurden einfach gesperrt, aber das hat niemanden gestört. Nachdem die Bands an uns vorbei gezogen waren schlossen wir uns der Menschenmasse dahinter an und liefen bis zum Ende mit. Das ganze Dorf war auf den Beinen. Neben der Sportarena, wo die Highlandgames stattfanden, gab es eine richtige Kirmes, mit Futterbuden und Fahrgeschäften.

Magret on the RoadMagret on the Road

 

Kurz nach der Eröffnung fuhren wir dann weiter zu Fort George. Fort George ist eine Festung aus dem 18. Jahrhundert und liegt auf einer Landzunge am Moray Firth. Das Fort gilt als eine der bedeutendsten, nahezu original erhalten gebliebenen europäischen Anlagen aus dieser Zeit. Mit unseren MGs durften wir in die Anlage einfahren und dort parken, die Besichtigung erfolgte auf eigene Tour mit einem deutsch sprechenden Walkman. Zurück in Aviemore erwartete uns am Abend ein gigantisches Scottish Gala Banquet inklusive Pipes & Drums zur Begrüßung.

 

Der erste MGDer erste MG

Ein faszinierendes DinnerEin faszinierendes Dinner

Mein Lieblings-MGMein Lieblings-MG

 Sammelparkplatz beim EEotY 2013Sammelparkplatz beim EEotY 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 7 – Die Destillerien – 23.783 mls

Der Sonntag und Montag war geteilt. Wir hatten am Sonntag die Whisky-Trailtour – leider. Denn viele Destillerien sind sonntags geschlossen. Auf unserer Tour fuhren wir an der Glennfiddich Distillery vorbei und hielten spontan an. Eine kostenlose Führung dauert dort eine Stunde, aufgrund unseres Zeitplans haben wir sie dann leider nicht gemacht und sind weiter gefahren zur Glenlivet-Distillery, wo wir bereits erwartet wurden. Die Führung ging durch die laufende Produktion, anschließend gab es die obligatorische Verkostung. Die Führung dauerte nur 20 Minuten, so dass wir für Glennfiddich noch genug Zeit gehabt hätten. Also fuhren wir auf eigene Faust weiter, hielten noch bei den Destillerien Aberlour, Allt-a-Bhainne-, Mac Callan und Tomatin. In Tomatin konnten wir zumindest noch rein und uns wurde eine DVD gezeigt sowie eine Verkostung angeboten, alle anderen waren leider geschlossen. Zurück in Aviemore gab es abends ein Essen in einem der vier Restaurants nach Wahl. Wir trafen dort ein nettes deutsches Paar aus Linsengericht (der Ort liegt nahe Frankfurt und heißt wirklich so), mit denen wir anschließend noch auf ein Pint in den nächsten Pub gingen.

 

Glenlivet DestillerieGlenlivet DestillerieThe Glenfiddich DestillerieThe Glenfiddich DestillerieThe Glenfiddich DestillerieThe Glenfiddich DestillerieGlenlivet DestillerieGlenlivet Destillerie

Aberlour DestillerieAberlour DestillerieEdradourEdradour

wahre Worte bei Edradourwahre Worte bei Edradour

 EdradourEdradourleider geschlossen :(leider geschlossen :(

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tomatin DistilleryTomatin Distillery

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 8 – Wo ist Nessie? – 23911 mls

Wir fuhren in Gruppen nach Fort Augustus, von dort aus machten wir eine Schiffahrt über den Loch Ness. Nessie haben wir leider nicht gesehen. Danach gab es ein organiserten Lunch und die Fahrt ging weiter zur Uquart Castle, eine direkt am Loch Ness gelegene Burgruine. Nach einer kurzen Besichtigung führte uns die schöne Route weiter am Loch Ness entlang, über Inverness zurück an Aviemore. Abend gab es wieder ein gemeinsames Dinner, mit viel Applaus für die Organisatoren, Gastgeschenken und Musik.

 am Loch Nessam Loch Ness

 

 

Tag 9 – Weiterfahrt nach Edingburgh – 24038 mls

Die Abschlussfahrt führte wieder an einigen Destillerien vorbei und wir verzichten auf das gemeinsame Lunch, denn wir wollten unbedingt noch zur kleinsten Destillerie Schottlands, zur Edradour Destillery nahe Pitlochry. Hierzu muss man wissen, dass die Destillerie ca. 15 Fässer pro Woche abfüllt und mehr Mitarbeiter im Besucherzentrum hat als in der gesamten Distillerie. Frank, ein Ureinwohner Schottlands, begann seine Einführung mit dem ersten Schluck und führte uns charmant und kompetent, zeigte uns die eingelagerten Fässer und durch die laufende Produktion. Danach konnten wir nicht widerstehen und mussten im Shop ein paar Besonderheiten kaufen, die es in Deutschland nicht zu kaufen gibt.

Danach fuhren wir weiter bis Edinburgh, der Hauptstadt Schottlands. Bis auf den stressigen Verkehr und zu viele Baustellen eine wunderschöne Stadt, die aufgrund eines großen Festivals und dem Military Tattoo noch interessanter war. Unser B&B „Elder Guest House“ lag direkt im Stadtzentrum, allerdings war die Anmeldung im 4. Stock, unser Zimmer im 5. Stock – ohne Fahrstuhl. Parken konnten wir nur im öffentlichen Parkhaus (13 GBP).

Wir besichtigen am Nachmittag die schöne Innenstadt bevor es abends zum Royal Military Tattoo ging. Leider fing es zum Abend hin an zu regnen und es wurde kalt, sonst wäre es ein ganz toller Abend geworden. Doch auch so war es ein unvergessliches Erlebnis, das jeder Schottlandreisende nicht verpassen sollte.

Edinburgh CastleEdinburgh Castle

Pub in EdinburghPub in EdinburghThe Royal Edinburgh Military TattooThe Royal Edinburgh Military Tattoo

 

 

 Tag 10 – Der Weihnachtsmann vom AA und das „Dingelingeling“ – 24181 mls.

Zufälliges Treffen an der Grenze England - SchottlandZufälliges Treffen an der Grenze England - SchottlandOn the Road again ...On the Road again ...

Zu gerne wären wir noch länger in Edinburgh geblieben, doch so langsam mussten wir auch an die Heimreise denken. So fuhren wir erst ein ganzes Stück über die A1 und M1 und bemerkten das wohl erste Problem mit Margret, die bislang geschnurrt hat wie ein Kätzchen. Erst stellten wir fest, dass die Buckelpisten und Schlaglöcher nicht nur innen jede Schraube gelöst haben, sondern dass wir eine ganz große Schraube, die die vordere Stoßstange hielt, verloren gegangen war. Das konnten wir mit Kabelbindern notdürftig reparieren, denn so eine große Schraube hatte ich nun wirklich nicht dabei. Doch es trat noch ein ganz anderes Problem auf – Beim Fahren hörten wir ein „Klingeln“. Fuhren wir langsamer, wurde es langsamer, je schneller wir wurden desto schneller wurde das Klingeln. Oh je, was kann das sein?! Da wir nichts gefunden haben und in Sorge waren rief ich dann doch den ADAC-Auslandsnotruf an und man versprach uns Hilfe vom Partner AA. Nach 45 Minuten kam ein älterer Herr, der wirklich als Weihnachtsmann arbeiten könnte. Riesen groß, sehr kräftig und mit grauem Rauschebart. Seit 37 Jahren fährt er für den AA, hat also auch viel Erfahrung. Wir schilderten ihm unser Problem auf Englisch – klingt wie eine Weihnachtsglocke, nur beim Fahren. So entstand das „Dingelingeling“, das er ständig wiederholte und dabei lachte. Nun wollte er mitfahren, doch das war gar nichtso einfach – er passte einfach nicht ins Auto. Wir boten an das Dach zu öffnen und dann – na ja – irgendwie passte es dann halbwegs. Er lokalisierte das Geräusch sehr schnell, holte sein Werkzeug aus dem Wagen, sang immer wieder „Dingelingeling“, hob den Wagen an und drehte das Rad. Da war das Geräusch. Er nahm den Reifen ab und da war das Problem. Die Abdeckkappe zur Radmutter hatte sich gelöst, bei Bewegung schlug es und klingelte. Einmal raus, gefettet, festgeschraubt und „Dingellingeling“ war vorbei. Gott sei Dank nichts Schlimmes, dafür ein lustiges Treffen mit dem Weihnachtsmann vom AA.Für Margret gibt es immer PlatzFür Margret gibt es immer Platz

Wir konnten unsere Fahrt fortsetzen und hatten mitten in Nottingham ein Hotel gebucht. Eigentlich wollten wir ja in York halt machen, doch dort gab es nichts für unter hundert Pfund zu buchen. Das mercure in Nottingham liegt am Rande der Fußgängerzone, war leider nicht leicht zu finden und auch hier mussten wir zwei Blocks entfernt ins Parkhaus, dafür hatten wir ein klimatisiertes Zimmer und ein tolles Hotel. Abends gingen wir gegenüber in einen Pub mit lecker Essen und einer wahnsinns Auswahl an Getränken, alleine 24 Biersorten habe ich gezählt.

 

 

Tag 11 – Tag der Abreise – 24.460 mls

Nachdem wir sehr gut gefrühstückt hatten und uns freuten, weil draußen die Sonne schien, fuhren wir bereits offen aus Nottingham heraus nach Boston. Ein hübscher kleiner Ort den wir uns ansahen und dort Mittag aßen. Da das Wetter so toll war wollten wir in Ruhe Richtung Ipswich und später nach Harwich fahren. Doch leider schlug das Wetter am Nachmittag um, wir erreichten Ipswich im Regen, zudem war Stau. Also entschlossen wir uns nach Harwich weiter zu fahren und uns dort noch die Zeit zu vertreiben. Blöde Idee! Harwich ist eine reine Hafenstadt, die Stadt war klein, schmuddelig und die meisten Geschäfte machten bereits um 17 Uhr zu. Also ein letzter Halt am Supermarkt, dann noch einmal tanken. Nun standen wir bereits gegen 18 Uhr am Fähranleger, die Einschiffung sollte gegen 19.30 Uhr starten. Regen, kalt, blöd! So saßen wir also fast zwei Stunden in unserem geräumigen Sportflitzer fest. Vor uns ein Wohnmobil, hinter uns ein Wohnmobil. Die saßen anscheinend alle hinten und tranken Tee. Wir nicht. Nach viel Warterei vor dem Check-In, vor der Passkontrolle und vor der Einfahrt waren wir dann gegen 22 Uhr endlich auf der Fähre, konnten unsere Kabine beziehen, noch was Essen und Trinken und dann machten wir die Augen zu.

 

an der Fährean der FähreBostonBoston

 

ReiserouteReiseroute

 Tag 12 – Ankunft Zuhause – 24.748 mls

Der frühe Morgen begrüßte uns in den Niederlanden mit einem schönen Sonnenaufgang. Wir genossen das kurze, aber gute Frühstück an Bord und machten uns dann für die Ausschiffung fertig. Da wir auf einem Zwischendeck standen dauerte es natürlich eine ganze Weile, aber gegen halb neun hatten wir wieder festen Boden unter den Füssen. Das Wetter war schön, also auf den nächsten Parkplatz und das Dach auf. Unser erster Halt in Deutschland war wieder an der Tankstelle in Haselünne, und dort überlegten wir kurz ob es gleich Regnen würde oder nicht. Es war kälter geworden und grauer, aber wir wollten unbedingt offen nach Hause fahren. Also wieder eine dickere Jacke an und los gings. Gegen 14 Uhr erreichten wir dann wieder unser Zuhause.

Meilen-Endstand 24.879 mls.

 

Margret hat uns bis auf einen kleinen Zwischenfall über die gesamte Strecke von 2.365 Meilen bzw. 3.784 Kilometern treu von A nach B gebracht, uns viel Freude gemacht und mich sehr stolz auf sie. Danke Margret!

 

 

 

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